stumm schwingt die Saite dahin
wie ein in sich hineinmaulendes Kind
mit dem Kinn in der Hand
welches felsenfest behauptet das Band
zwischen Blume und Sonne sei etwas, das es
höchstpersönlich selbst erfand
und wie der Apfel blind am Baume hängt
ist es der Bär, welcher raffiniert sein Mittagsmal im Flusse fängt
lenkt man seine Aufmerksamkeit ins Weit und Breit
ist man dann sogleich bereits bereit
Freude, Trauer zu bereiten?
Lichtjahre zu beschreiten und die Existenz des Nichts zu
bestreiten?
das Konstrukt beheimatet viele Saiten
ja viele
manche unüberschaubare
dann wiederum so unfassbar subtile
eine Mannigfaltigkeit, von Ventilen umzingelt
von Händler um Händler
auf einer blauen Sphäre vom Mensch unterteilt in sogenannte Länder
doch wo sind die Bänder bloss geblieben
fragt das Kind
habt ihr sie geschwind gleichgesinnt ausgetrieben
ins jenseits der sieben Weltmeere verfrachtet
in den Rachen allmächtiger Mienen geschoben
wo sie nun vor Rastlosigkeit toben
anstatt sie liebevoll in euren Armen gewogen?
ohne sie haben Stiefel keine Riemen
ohne sie haben Fische keine Kiemen
seht ihr denn nicht?
die Bänder dienen
doch dem Lieben
